Am Leben

Auf historischen Tatsachen basierender Roman, Erzählt wird die Geschichte der Schweizer Krankenschwester Rösli Näf, einer mutigen und heldenhaften Frau, die später in Yad Vashem als "Gerechte unter den Völkern" geehrt wurde, weil sie während des Zweiten Weltkriegs in Frankreich vielen jüdischen Kindern das Leben rettete. Zugleich wird auch die Geschichte von mehr als 100 jüdischen Kindern aus Deutschland und Österreich erzählt. Diese Kinder waren zunächst in Belgien untergebracht, mussten von dort wegen der Offensive der Wehrmacht im Mai 1940 fliehen. Nach einer sechstägigen Reise in Viehwagons in Villefranche de Lauragais und dann in Seyre an. Hier nehmen sich der Bürgermeister, der Schlossherr und das französische Rote Kreuz ihrer an. Die Lebensmittelknappheit und die winterliche Kälte 1940-1941 zwingen die Gruppe, sich in das Schloss La Hille in Montégut-Plantaurel, (in der Nähe von Pailhès, auf halbem Weg zwischen Toulouse und Andorra) zu begeben. Im August 1942 werden die fünfundvierzig älteren von der französischen Gendarmerie verhaftet und im Lager Vernet interniert. Die Regierung der Schweiz greift ein und erreicht, dass Vichy sie frei lässt. Die Kinder versuchen nun, mit Hilfe von Rösli Näf und Anne-Marie Piguet (die Fluchtnetze in die Schweiz organisiert) in die Schweiz zu flüchten. Diejenigen, die von den Zöllnern zurück gewiesen werden und nach La Hille zurück gekehrt sind, versuchen, über die Pyrenäen Spanien zu erreichen. Manche haben das Pech, von Schleppern an die Deutschen oder an Franco verkauft und dann deportiert zu werden. Zehn Kinder von La Hille wurden nach Auschwitz deportiert – nur eines von ihnen überlebte. 90 Kinder konnten schließlich gerettet werden. KLAPPENTEXT: Im Süden Frankreichs leben 1940 bis 1944 hundert jüdische Kinder aus Deutschland und Österreich in einem heruntergekommenen Landschloss. Die dreißigjährige Rose aus Glarus, die zuvor bei Albert Schweitzer in Lambarene als Krankenschwester gearbeitet hat, tritt hier ihre neue Stelle an. Sie übernimmt die Leitung des Hauses und bietet den Kindern in der noch unbesetzten Zone Schutz und Geborgenheit. Das Schweizerische Rote Kreuz beschließt kurz darauf die Zusammenarbeit mit ihr. Nachdem Nazideutschland auch Frankreichs Süden besetzt, nimmt die Bedrohung dramatisch zu. Eines Morgens werden die älteren Jugendlichen in ein Lager verschleppt. Die offizielle Schweiz und das Rote Kreuz kommen nicht zu Hilfe. Franziska Greising erzählt die Geschichte einer loyalen SRKMitarbeiterin, die sich im Laufe der Ereignisse gezwungen sieht, mit den Vorschriften zu brechen, um ihre Schützlinge zu retten. Der Roman erzählt von der Unerschrockenheit der noch viel zu wenig bekannten Glarnerin, die später die Auszeichnung "Gerechte unter den Völkern" verliehen bekam... "Der Erzählton ist ruhig und sachlich, jedoch mit grosser Empathie und vielen erschütternden Details. Dies schafft beim Leser klare Bilder, die sich nachhaltig einprägen." (Giovanna Riolo, Freiburger Nachrichten)

Handlungsorte

»Reisen ist die harmlosere Form der Utopie.«
Wolfgang Büscher

Buchdetails

Handlungsorte
Montégut-Plantaurel, Le Vernet, Saint-Cergues, Haute-Savoie (allg.), Oberägeri, Genf
Buchdaten
Titel: Am Leben
Kategorie: Roman / Erzählung von 2016
LeserIn: Günter H.
Eingabe: 23.10.2016


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