Der Wettermacher

Erzählt wird die Geschichte des August Abraham Abderhalden aus dem Toggenburg, einer Region im Kanton St.Gallen. Er setzt sich am 31. März 1990, dem Vorabend seines zwanzigsten Geburtstags, den "Informationsbeamtenhut" seines Vaters auf und beginnt, davon inspiriert, in einem Keller sein bisheriges Leben, dasjenige seiner Familie, eine Beschreibung Toggenburgs und zahlreiche andere, teils sehr skurril-expressionistische Geschehnisse niederzuschreiben. Ein Schwerpunkt des Romans liegt auf der Trauer von August Abraham über die gemeinsame Kindheit und den Selbstmord seines schwarzen Adoptivbruders Freitag, welcher seinen Tod in den Fluten der Thur suchte. August und Freitag wuchsen im Toggenburg bei ihren unfruchtbaren Adoptiveltern Ute und Melchior auf. Diese trafen sich nach dem Krieg am Bahnhof, die Kioskfrau Ute aus Berlin und der Provinzler Melchior, welcher bei ihr Zigaretten kaufte. Nach dem Selbstmord Freitags zog die Familie nach Zürich. Auszug Klappentext: "... Sein Toggenburger Tal, "das gleich einem langgezogenen Mollakkord quer zur Weltgeschichte" liegt, macht der sonderliche Abderhalden zum Zentrum einer Welt, in der Nahes und Fernes aufeinanderprallen. Er schreibt auf, mal nüchterner Protokollant, mal ausschweifenden Phantasien hingegeben und das Blaue vom Himmel herunterredend - für seine Familie und für uns Leser, für eine Geliebte und den Bruder "Freitag", den er erinnert, damit "du mir nicht ganz ausstirbst." Das Adoptivkind August Abraham Abderhalden erzählt und erklärt den Eltern, der Mutter Ute, die aus Berlin, und dem Vater Melchior, der aus dem Toggenburg stammt, ihre Lebensgeschichte im Tonfall des: so hätte es sein können, bringt Vaterland und Mutterland zusammen, betreibt, zerrissen zwischen Rebellion und Verfallensein, Ahnen-, Dorf- und Landschaftsgeschichte; aus der Gegenwart bis zu Zwingli und den Uranfängen zurücksteigend, das enge Tal in Richtung weites Zürich und seinen Hauptbahnhof verlassend. Er läßt die Berge reden, und es erzählt der Fluß Thur, der dem August Abraham Abderhalden durch den Kopf geht, der sich als Abkömmling der Wettermacherin Ana sieht, sich von ihr und ihrem Wissen beseelt fühlt. Begabt mit dem Gefühl für das Unsägliche, ist er hingegeben der Witterung, der Macht der Sinne und der Flut der Bilder..."

Handlungsorte

»Landschaft wird erst schön, wenn
Dichter sie beschreiben.«

Marcel Reich-Ranicki

Buchdetails

Handlungsorte
Wattwil, Toggenburg, Thur (Fluss), Zürich
Buchdaten
Titel: Der Wettermacher
AutorIn: Weber, Peter
Kategorie: Roman / Erzählung von 1996
LeserIn: Günter H.
Eingabe: 27.10.2016


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