Oblomow

Der für diese Eigenschaft sprichwörtlich gewordene Titelheld ist nicht ohne Begabungen, aber kann sich nicht aufraffen, zu nichts, nie. Er denkt die Welt, d.h. er phantasiert sie. Er schaut, ohne einzugreifen, dem Verrinnen seines eigenen Lebens zu, und wenn er uns damit anrührt, dann wohl nicht zuletzt dadurch, daß wir unsere eigenen Schwächen wiedererkennen. Er stirbt schließlich auch für UNS und mahnt, auch wenn G. den verarmten, müden, überflüssigen russischen Adel vor der Revolution vor Augen hatte. "Auch heute noch liebt es der russische Mensch inmitten der ihn umgebenden strengen Wirklichkeit, die so ganz ohne Erfindung ist, den verlockenden Sagen der alten Zeit zu glauben, und vielleicht wird er diesen Glauben noch lange nicht fahren lassen."

Handlungsorte

»Landschaft wird erst schön, wenn
Dichter sie beschreiben.«

Marcel Reich-Ranicki

Buchdetails

Handlungsorte
St. Petersburg (Leningrad)
Buchdaten
Titel: Oblomow
Kategorie: Roman / Erzählung von 1859
LeserIn: iluminus
Eingabe: 05.04.2006


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