Lincoln im Bardo

Das Buch handelt während einer Nacht auf einem Friedhof in Washington während der Regierungszeit des Präsidenten Abraham Lincoln mitten im amerikanischen Bürgerkrieg. In der Nacht zuvor war der 11-jährige Sohn Willy des Präsidenten gestorben, während dieser und die First Lady einen Staatsempfang gaben. Das Präsidentenpaar erholte sich nie wieder von diesem Schlag. Willy war am folgenden Tag in einer Gruft des Friedhofs beigesetzt worden und befand sich jetzt im Bardo, dem Zwischenreich zwischen Tod und dem Vergehen im Nichts des tibetanischen Buddhismus, umgeben von vielen anderen Untoten, die versuchen dem Nichts vorerst noch zu entkommen. Die meisten versuchen, letztendlich erfolglos, Willy dabei zu helfen. Die tödliche Realität des Bürgerkriegs spiegelt sich schrecklichen im Zustand vieler der Untoten wider. Die vielen Aussagen der Untoten nehmen einen Riesenanteil am Buch ein, unterstützt von quellenmäßig belegten Zitaten aus Briefen, Büchern, Memoiren, Tagebüchern von Zeitgenossen zum gleichen Thema. Ein raffiniert komponierter Roman.

Handlungsorte

»Landschaft wird erst schön, wenn
Dichter sie beschreiben.«

Marcel Reich-Ranicki

Buchdetails

Handlungsorte
Washington D.C.
Buchdaten
Titel: Lincoln im Bardo
Kategorie: Roman / Erzählung von 2017
Eingabe: 23.07.2018
Kurzbeschreibung
Während des amerikanischen Bürgerkriegs stirbt Präsident Lincolns geliebter Sohn Willie mit elf Jahren. Laut Zeitungsberichten suchte der trauernde Vater allein das Grabmal auf, um seinen Sohn noch einmal in den Armen zu halten. Bei George Saunders wird daraus eine allumfassende Geschichte über Liebe und Verlust, wie sie origineller, faszinierender und grandioser nicht sein könnte.

Im Laufe dieser Nacht, in der Abraham Lincoln von seinem Sohn Abschied nimmt, werden die Gespenster wach, die Geister der Toten auf dem Friedhof, aber auch die der Geschichte und der Literatur, reale wie erfundene, und mischen sich ein. Denn Willie Lincoln befindet sich im Zwischenreich zwischen Diesseits und Jenseits, in tibetischer Tradition Bardo genannt, und auf dem Friedhof in Georgetown entbrennt ein furioser Streit um die Seele des Jungen, ein vielstimmiger Chor, der in die eine große Frage mündet: Warum lieben wir überhaupt, wenn wir doch wissen, dass alles zu Ende gehen muss?





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