Asymmetrie

Ein älterer Schriftsteller hat eine Affaire mit einer deutlich jüngeren Lektorin - klingt verdächtig nach Philip Roth? Die Autorin selbst war lange die Partnerin von dem erst jüngst gestorbenen Schriftsteller! Was macht sie daraus? Ein Kabinettstück mit geschliffenen Dialogen, das damit spielt, ob wir LeserInnen Voyeure sind, oder nicht. Der Text entführt uns im zweiten Teil nach London, wo ein Iraker daran gehindert wird, einzureisen. Dieser Iraker erzählt seine Geschichte von Krieg, Vertreibung und Moral. Denn, wie sagt die junge Lektorin zu ihrem Partner: "über uns kann ich nicht schreiben, wenn es parallel Krieg und Leiden auf der Welt gibt". Sie hat es trotzdem getan - ein tolles Stück Literatur.

Handlungsorte

»Lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten.«
Jean Paul

Buchdetails

Handlungsorte
New York, Long Island, London, Bagdad, Sulaimanija, Paris, Pittsburgh
Buchdaten
Titel: Asymmetrie
Kategorie: Roman / Erzählung von 2018
LeserIn: Nommel, Jens
Eingabe: 01.08.2018
Kurzbeschreibung
Es beginnt mit einer Eiswaffel, auf einer Bank im Central Park. Hals über Kopf stürzt sich Alice in eine Lovestory mit dem berühmten Schriftsteller Ezra Blazer. Sie ist 25, er in seinen Siebzigern. Ein erotisches, tragikomisches Kammerspiel – doch dann setzt eine ganz andere Erzählung ein. Amar, ein amerikanisch-irakischer Doktorand auf dem Weg nach Nahost, wird am Londoner Flughafen in Gewahrsam genommen. Und landet im Vakuum von Wartesälen und endlosen Verhören. Subtil verwebt Lisa Halliday die zwei so ungleichen Geschichten zu einem kühnen, provokanten Roman. Sie schreibt über die Machtgefälle, die unsere Welt durchziehen, zwischen Jung und Alt, Glück und Talent, dem Persönlichen und Politischen.


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