Abschied des Träumers vom Neunten Land

Das sagenhafte Land, das Ziel der gemeinsamen Sehnsüchte aller, heißt in der slowenischen Sprache das "Neunte Land". Peter Handke, selbst Sohn einer Kärtner Slowenin, hat in dem 1986 erschienenen Buch "Die Wiederholung" von Slowenien, besonders dem slowenischen Karst, als der Landschaft der Freiheit erzählt. Die Gründung Sloweniens im Juni 1991 ist Anlaß für ihn, auf seine Erfahrungen in diesem Land in Trauer und Zorn zurückzublicken, und die Frage zu stellen, ob sich Slowenien überhaupt als von Jugoslawien unabhängiger Staat hätte erklären dürfen. "Ich frage: Ist es möglich, nein, notwendig, für ein Land und ein Volk, heutzutage, unvermittelt, sich zum Staatsgebilde zu erklären (samt Maschinerie Wappen, Fahnen, Feiertag, Grenzschranken), wenn es dazu nicht aus eigenem gekommen ist, sondern ausschließlich als Reaktion gegen etwas, und dazu etwas von außen, und dazu noch etwas zwar manchmal Ärgerliches oder Lästiges, nicht tatsächlich Bedrängendes o der gar Himmelschreiendes?" 88,2 % der Slowenien haben diese Frage mit "Ja" beantwortet...

Handlungsorte

»Landschaft wird erst schön, wenn
Dichter sie beschreiben.«

Marcel Reich-Ranicki

Buchdetails

Handlungsorte
Slowenien (allg.)
Buchdaten
Titel: Abschied des Träumers vom Neunten Land
AutorIn: Handke, Peter
Kategorie: Sonstiges von 1991
LeserIn: Faun
Eingabe: 02.11.2019


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