Die Wolfshaut

In 99 Tagen des ungemütlichen Winters 1952/53 wird das Provinzdorf Schweigen von einer Reihe unheimlicher Todesfälle heimgesucht, die auf mysteriöse Ereignisse am Ende des Krieges hindeuten. Die örtlichen Honoratioren würden gerne vertuschen, was damals geschehen ist, doch ein zurückgekehrter Außenseiter, der „Matrose“ Johann Unfreund, will ergründen, warum sich sein Vater umgebracht hat, und deckt dabei ein grausames Verbrechen aus der NS-Zeit auf. Bei seinem Erscheinen wurde der Roman zwar von einigen Kritikern und Autoren gelobt, mit seiner radikalen Sprachkunst und dem unbequemen Inhalt war Lebert (1919-93) jedoch seiner Zeit voraus und geriet schnell wieder in Vergessenheit. Erst durch die Neuveröffentlichung 1991 gelangte er spät zu einigem Ruhm sowie breiterer Anerkennung und erhielt mehrere große Literaturpreise. Das Buch „gilt als eine der ersten literarischen Auseinandersetzungen mit den Mechanismen der kollektiven Verdrängung, greift aber m it seiner sprachlichen Kraft auch weit in die Zukunft hinaus“.

Handlungsorte

»Bücher sind fliegende Teppiche
ins Reich der Phantasie.«

James Daniel

Buchdetails

Handlungsorte
Österreich (allg.)
Buchdaten
Titel: Die Wolfshaut
AutorIn: Lebert, Hans
Kategorie: Roman / Erzählung von 1960
LeserIn: Faun
Eingabe: 29.06.2020


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