Das Büro 1. Direktor Beerta

J.J. Voskuil (1926-2008) arbeitete von 1957 bis 1987 als Beamter am Amsterdamer Meertens Instituut, einer Forschungseinrichtung der Königlich Niederländischen Akademie der Wissenschaften, um dort einen Schlagwortkatalog der Volkskunde zu erarbeiten. In den Jahren 1996 bis 2000 erschien sein autobiographischer siebenteiliger Romanzyklus „Das Büro“, der in über 5.000 Seiten die Absurdität eines jahrzehntelangen gleichförmigen Alltags in einer akademischen Verwaltung mit gnadenloser, trockenster Komik schildert. In den Niederlanden hat das „Büro“ Kultstatus: Seine Fans standen schon morgens in langen Schlangen vor den Buchläden, wenn ein neuer Band der Serie ausgeliefert wurde. Hauptfigur ist der ehemalige Lehrer Maarten Koning, ein Alter Ego des Autors Voskuil, der in der Abteilung des Direktors Beerta Karteikarten zu Themen wie „Wichtelmännchen Erzählungen“ oder „Nachgeburt des Pferdes“ anlegt und Feldstudien betreibt, um mit Hilfe seiner Kollegen einen vielbändigen Atlas für Volkskunde zusammenzustellen. Koning sieht sich selbst als Ratte, die an den Wänden ihres Käfigs entlangläuft, um eine nicht existierende Öffnung zu finden. Schon früh kommt er zur Erkenntnis, dass seine Arbeit vollkommen sinnlos ist, doch wie ein leibhaftiger Sisyphos rollt er tapfer seinen Stein…

Handlungsorte

»Kein Schiff trägt uns besser
in ferne Länder als ein Buch.«

Emily Dickinson

Buchdetails

Handlungsorte
Amsterdam, Antwerpen, Assen, Marken (Niederlande), Rekken, Zaandam, Gent, Wolfheze, Brüssel, Schoonhoven, Eastermar, Maas (Fluss), Pernis
Buchdaten
Titel: Das Büro 1. Direktor Beerta
Kategorie: Roman / Erzählung von 1996
LeserIn: Faun
Eingabe: 03.03.2021


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