Lebendig begraben

Arnold Bennett (1867–1931) wuchs in einfachen Verhältnissen in einer nordenglischen Industriestadt auf. Nach einigen Jahren in der Anwaltskanzlei seines Vaters arbeitete er als leitender Redakteur einer Frauenzeitschrift, bevor er sich ab 1900 völlig dem Schreiben widmete. Mit mehr als hundert Büchern brachte er es zu Wohlstand und Weltruhm, ist heute aber fast in Vergessenheit geraten. In dem satirischen Roman „Buried Alive“ wird der ebenso berühmte wie menschenscheue Londoner Maler Priam Farll mit seinem plötzlich verstorbenen Diener Henry Leek verwechselt. Aus einer Laune heraus stellt er diesen Irrtum nicht richtig, sondern ergreift kurzerhand die Chance, ein ruhiges Leben unter falscher Identität zu führen. Zunächst wohnt er seinem eigenen pompösen Begräbnis in Westminster Abbey bei, dann heiratet er Alice Challice, die sein Diener über eine Heiratsvermittlung kennengelernt hat, von dem sie aber bisher nur ein Foto hatte, auf dem allerdings der Mal er Priam Farll abgelichtet ist... Eine Weile erfüllt sich der Traum vom beschaulichen und zurückgezogenen Leben im Londoner Stadtteil Putney, doch dann wird Farll von seiner Vergangenheit und der seines Dieners eingeholt. Zuerst steht eines Tages die Frau von Henry Leek mit ihren drei erwachsenen Söhnen vor der Tür und behauptet, er sei ihr flüchtiger Ehemann und offenbar auch ein Bigamist. Und als er wieder beginnt, auf dem Speicher heimlich Bilder zu malen, tritt er eine nicht mehr aufzuhaltende Lawine verrückter Situationen los, die schließlich am Ende des Buches zu einem völlig absurden Gerichtsverfahren führt. Arnold Bennett verspottet mit dieser Verwechslungskomödie zugleich das Finanz- wie das Justizwesen, den Zeitungs- ebenso wie den Kunstmarkt Englands mit glänzender Leichtigkeit und großem Humor, ein wunderbares Lesevergnügen!

Handlungsorte

»Der beste Film ist immer noch der,
der im Kopf des Lesers abläuft.«

Carlos Ruiz Zafón

Buchdetails

Handlungsorte
London
Buchdaten
Titel: Lebendig begraben
Kategorie: Roman / Erzählung von 1908
LeserIn: Faun
Eingabe: 18.09.2021


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