Ach, dieses Paradies

„Dies ist eine Geschichte, die sich vortrefflich als Bettlektüre für eine Regennacht in einem alten Haus eignet.“ So beginnt John Cheevers schmaler Roman aus dem Nachlass („Oh what a paradise it seems“), in dem sich der New Yorker Geschäftsmann Lemuel Sears, ein Witwer im gesetzten Alter, in die deutlich jüngere, etwas exzentrische Immobilienmaklerin Renée Herndon verliebt. Er gibt vor, auf Wohnungssuche zu sein, und lässt sich diverse Immobilien von ihr zeigen, bis er schließlich auch in ihrer Wohnung und in ihrem Bett landet, obwohl sie nicht müde wird festzustellen, dass „er nicht die geringste Ahnung von Frauen hat“. Als er eines Tages von ihr versetzt wird, hat er aber auch kein Problem damit, als Ersatz ein Wochenende mit dem Pförtner Eduardo beim Angeln und im Bett zu verbringen. Überhaupt liebt Lemuel Sears die Natur und fährt im Winter gerne in ein idyllisches Örtchen in Connecticut, wo er seine Tochter besucht und auf einem zugefrorene n Teich Schlittschuh zu laufen pflegt. Als die dortige kommunale Mafia „seine“ paradiesische Idylle in eine Mülldeponie umwidmet, beginnt er einen Kreuzzug, der einige fatale Verwicklungen mit sich bringt… Eine ironisch bis spöttische aber auch melancholische Betrachtung der Menschen und Sitten in den USA zu Beginn der 1980er Jahre; eine literarische Perle, die traurigerweise auf Deutsch zurzeit nur noch antiquarisch erhältlich ist.

Handlungsorte

»Die weitesten Reisen unternimmt
man mit dem Kopf.«

Joseph Conrad

Buchdetails

Handlungsorte
New York, Connecticut (State), Maine (State)
Buchdaten
Titel: Ach, dieses Paradies
AutorIn: Cheever, John
Kategorie: Roman / Erzählung von 1982
LeserIn: Faun
Eingabe: 17.11.2021


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