Melancholie des Widerstands

Mitten im bittersten Winter kommt plötzlich ein merkwürdiger Zirkus in eine Stadt im Südosten Ungarns. Seine einzigen Attraktionen sind ein ausgestopfter riesiger Wal und ein zwergenhafter Herzog mit drei Augen. Mit der Ankunft der Zirkusleute gerät die Welt aus dem Gleichgewicht und die Menschen werden aus ihrer Trägheit aufgeweckt, denn es ist der „…Kern des Widerstands: Daß die krankhafte Handlungsunfähigkeit und feige Unterwürfigkeit auf die grundlose, aber, was diese Leute betraf, berechtigte Furcht zurückzuführen war, die in der allgemeinen Erneuerung unheilvolle Vorzeichen eines allgemeinen Verfalls und in dem unbesiegbaren Drang zum Neuen das Menetekel eines unbesiegbaren Chaos sah…“ Eine finstere Parabel aus der Zeit der kommunistischen Dämmerung in Osteuropa, geschrieben in absatzlosen Kapiteln aus kunstvoll verschachtelten Endlossätzen.

Handlungsorte

»Umwege erweitern die Ortskenntnis.«
Kurt Tucholsky

Buchdetails

Handlungsorte
Ungarn (allg.)
Buchdaten
Titel: Melancholie des Widerstands
Kategorie: Roman / Erzählung von 1989
LeserIn: Faun
Eingabe: 30.11.2021


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