Die Berühmten

Bernhards Theaterstück wurde 1976 am Wiener Burgtheater uraufgeführt und kritisiert auf polemische Weise ein Künstlertum, das in einer Zeit der völligen Kommerzialisierung von Kunst und Kultur nur noch nach einem möglichst hohen materiellen Gewinn strebt. - Anlässlich seiner 200. Vorstellung als Baron Ochs von Lerchenau im „Rosenkavalier“ lädt ein Bassist auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn berühmte Künstler ein, die Freunde und Verbündete geworden sind. Im Zentrum des Festes steht der Bassist, der von den Eingeladenen in einem langen, selbstgefälligen Monolog über seine Karriere begleitet wird. Auf Anregung des Verlegers verkleiden sich alle mit dem jeweils zum Charakter passenden Tierkopf. Der Bassist wird zum Ochsen, der Kapellmeister zum Hahn, der Verleger zum Fuchs, die Schauspielerin zur Kuh, die Pianistin zur Ziege, die Sopranistin zur Katze. Als Ratten gezeichnete Diener servieren schließlich Champagner und die Berühmten steigern sich so weit in Selbstgefälligkeit und Eigenlob, bis sie schließlich nur noch Tierlaute von sich geben, die vom dreifachen Kikeriki des Hahnes übertönt werden. – „Das Genie ist eine Verkrüppelung ... Die Großen die Bedeutenden die Berühmten sind immer Verkrüppelte gewesen ... nur dem Verkrüppelten öffnet sich der wahre Genius“.

Handlungsorte

»Bücher sind fliegende Teppiche
ins Reich der Phantasie.«

James Daniel

Buchdetails

Handlungsorte
Salzburg
Buchdaten
Titel: Die Berühmten
Kategorie: Sonstiges von 1976
LeserIn: Faun
Eingabe: 06.11.2022


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