Anarchy in the UKR

Serhij Zhadan wurde 1974 im Industriegebiet Luhansk im Osten der damaligen Sowjetrepublik Ukraine geboren. Später zog er mit seinen Eltern nach Charkiw, wo er Literaturwissenschaft, Ukrainistik und Germanistik studierte und über den ukrainischen Futurismus promovierte. In seinem Buch „Anarchy in the UKR" nimmt Zhadan uns mit auf eine Eisenbahnfahrt im „Sumy-Luhansk", von Charkiw in den Donbass durch die postsowjetische (Seelen)Landschaft der Ukraine, um „die Orte aufzusuchen, an denen die ukrainischen Anarchokommunisten am aktivsten gewirkt hatten". Darauf folgen Erinnerungen an seine Jugend der 1980er Jahre in Charkiw, als der Punk für große Teile der Jugend an die Stelle der Ideologie der Sowjetunion trat. Der dritte Teil handelt von nahezu prophetischen Streifzügen durch die sowjetischen Ruinen der Stadt Charkiw in der 90er Jahren: „Metrostation Tod. Weißt du, was das ist? fragte er und zeigte auf die Fuge in der Wand. Was denn? Das sind Notausgä nge, falls Bomben fallen. Wußtest du, daß unsere Metrostationen für Bombenangriffe ausgerichtet sind?" Im vierten und letzten Teil („zehn Tracks, die ich auf meiner Beerdigung hören möchte") stellt sich Zhadan den Geistern seiner Vergangenheit, entlang von zehn Rocksongs, von Eric Burdon bis zu den Sex Pistols.

Handlungsorte

»Kein Schiff trägt uns besser
in ferne Länder als ein Buch.«

Emily Dickinson

Buchdetails

Handlungsorte
Ukraine (allg.), Charkiw, Donbass (allg.), Luhansk, Donezk, Hrakove, Swatowe, Starobilsk, Dibriwka (Oblast Donezk), New York
Buchdaten
Titel: Anarchy in the UKR
Kategorie: Erinnerungen / Tagebuch von 2005
LeserIn: Faun
Eingabe: 28.05.2022


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