Kaputt

Hinter dem Pseudonym des italienischen Schriftstellers, Journalisten und Diplomaten Curzio Malaparte (1898-1957) verbirgt sich Curt Erich Suckert, Sohn eines deutschen Vaters und einer italienischen Mutter. Während des Zweiten Weltkriegs war er als Kriegsberichterstatter für den Corriere della Sera in Nordafrika, Frankreich, Deutschland sowie auf dem Balkan, Finnland und Russland unterwegs. Aus seinen Prosareportagen entstand 1944 das Werk „Kaputt", in dem er drastisch und realistisch die Grausamkeiten und Gewalt des Krieges beschrieb. Malaparte schildert Pogrome, das Warschauer Ghetto, Judentransporte in Viehwaggons und den Alltag der Soldaten, und setzt dagegen Beschreibungen der glanzvollen politischen Zusammenkünfte in diplomatischen Kreisen. Vieles davon ist erfunden oder übertrieben, aber man gewinnt einen unvergleichlichen Einblick in die moralische Verdorbenheit und brutale Frivolität reaktionärer Cliquen während des Krieges. Eine Reise ins europäische Herz der Finsternis.

Handlungsorte

»Die weitesten Reisen unternimmt
man mit dem Kopf.«

Joseph Conrad

Buchdetails

Handlungsorte
Warschau, Krakau, Helsinki, Iași, Stockholm, Ladogasee, Karellien (allgem.), Paris, Pischtschanka, Venedig, Vence, Capri, Rom, Czestochowa, Podu Iloaiei, Balta, Poltawa, St. Petersburg (Leningrad), Brasov (Kronstadt), Brasov (Kronstadt), Berlin, Potsdam, Serbien und Montenegro (allg.), Soroca, Ilok, Vukovar, Zagreb, Bukarest, Rovaniemi, Inari, Sodankylä, Juutuanjoki (Fluss)
Buchdaten
Titel: Kaputt
Kategorie: Erinnerungen / Tagebuch von 1944
LeserIn: Faun
Eingabe: 09.08.2022


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