Der Kapitän

Roberto („Bobi") Bazlen (1902-1965) war der begabteste, belesenste und geheimnisvollste italienische Autor der Triestiner Bohème, ohne jedoch jemals selbst etwas zu Lebzeiten veröffentlicht zu haben. Zwischen den beiden Weltkriegen förderte er Autoren wie Svevo, Saba und Montale sowie nach dem Zweiten Weltkrieg auch die deutsche Literatur (z.B. Kafka) in Italien. „Ich bin ein anständiger Mensch, der fast seine ganze Zeit lesend und rauchend im Bett verbringt, und der nur ab und zu ausgeht, um jemanden zu besuchen oder ins Kino zu gehen. …und ich habe nie ein Bedürfnis danach verspürt, die anderen an meinen Ideen teilhaben zu lassen…“ Folgerichtig erschien sein Fragment gebliebener Roman „Der Kapitän“ – in deutscher Sprache geschrieben - erstmals 1993 (einschließlich eines Auszugs aus seinem „Interview über Triest“ sowie eines ausführlichen Essays von Ilse Pollack über Leben und Wirken Bazlens). Sein Kapitän ist eine Art „Anti-Odysseus", dessen Lebensziel das Scheitern, der „gepflegte“ Schiffbruch und das Landen auf einer Insel ist. „Eine faszinierende Parabel über Kulturmenschen in einem „rettungslosen Europa“, inmitten der „grauen Fortschrittsbewegung“ und unter der „Herrschaft der Steuermänner“.“ (Wieser Verlag)

Handlungsorte

»Bücher sind fliegende Teppiche
ins Reich der Phantasie.«

James Daniel

Buchdetails

Handlungsorte
Triest
Buchdaten
Titel: Der Kapitän
Kategorie: Roman / Erzählung von 1993
LeserIn: Faun
Eingabe: 22.08.2022


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