Dunkler Frühling

Unica Zürn (geboren 1916 in Berlin als Nora Berta Ruth) war zunächst bei der Ufa Sekretärin und Archivarin, später als Dramaturgin für Werbefilme sowie als Journalistin tätig, bevor sie Anfang der 50er Jahre nach Paris ging, wo sie anfing zu zeichnen und Anagramme zu schreiben. Anfang der 60er Jahre brach bei ihr eine paranoide Schizophrenie aus, die mehrere Klinikaufenthalte zur Folge hatte. 1970 nahm sie sich mit einem Sprung aus dem Fenster ihrer Wohnung. – Die Erzählung „Dunkler Frühling“ schildert in einem beklemmenden inneren Monolog die Entwicklung eines Mädchens bis zum zwölften Lebensjahr, d.h. bis zum Beginn der Pubertät. Der angebetete Vater ist meist abwesend, das Verhältnis zur Mutter ist gestört, von ihrem älteren Bruder wird sie missbraucht und mit ihrer erwachenden Sexualität wird sie völlig alleine gelassen. Alle ihre Träume und Hoffnungen enden in Enttäuschung und Schwermut. Der Suizid Unica Zürns scheint in dem Text vorausblic kend angedeutet zu werden, denn das Mädchen nimmt sich schließlich durch einen Sprung aus dem Fenster ihres Zimmers das Leben. - Ein düsteres, poetisches, eindringliches und schwer erträgliches Stück Prosa.

Handlungsorte

»Der beste Film ist immer noch der,
der im Kopf des Lesers abläuft.«

Carlos Ruiz Zafón

Buchdetails

Handlungsorte
Berlin
Buchdaten
Titel: Dunkler Frühling
AutorIn: Zürn, Unica
Kategorie: Roman / Erzählung von 1967
LeserIn: Faun
Eingabe: 26.08.2022


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